Tod oder Gladiolen – was wir vom FC Bayern lernen können
Oder heisst es am Ende doch Tod und Gladiolen? Der holländische General Louis van Gaal ist laut einstimmigen Medienberichten nur noch bis Ende der aktuellen Saison Angestellter des FC Bayern. Zu schwer wiegen die Niederlagen in der Meisterschaft gegen Dortmund und zuletzt Hannover, wie auch die Niederlage im DFB Pokal-Halbfinale gegen Schalke.
Lehren aus der Situation gibt es einige, die auch für Unternehmen Gültigkeit haben: der Erfolg von gestern ist heute nicht viel Wert. Trotz der Erfolge im vergangenen Jahr (man erinnere sich nur an das Feierbiest auf dem Rathaus-Balkon!) läuft der Rekordmeister dieses Jahr seiner Form hinterher. Dabei hat der Kader mit großem Abstand das meiste Potenzial im Vergleich zu anderen Bundesliga Mannschaften. Spieler wie Ribery oder Robben vermögen es nach wie vor, ein Spiel mit einer einzigen Situation zu entscheiden. Aber das System van Gaal – charakterisiert durch Ballbesitz und geduldigem Aufbauspiel – ist von der Konkurrenz mittlerweile durchschaut worden.
Trainer und Vereinsführung ist hier vermutlich ein Fehler unterlaufen, den wir auch aus der Wirtschaft kennen: anstatt eine Entwicklung voran zu treiben, wird stur am alten, ehemals erfolgreichen System und Team festgehalten – und das, obwohl die Ergebnisse nicht mehr zufriedenstellend sind. Doch gerade dann muss eine erfolgreiche, führende Organisation sich wieder neu erfinden, wenn sie an der Spitze bleiben will. Innovation, zündende Ideen und klasse Fussball wurden dieses Jahr jedoch leider der Konkurrenz überlassen, allen voran Dortmund mit seiner jungen, hochmotivierten Mannschaft.
Was können wir als Unternehmer daraus lernen? Ein “Unbekannter Autor” hat einmal gesagt: “Nicht was der Zeit widersteht, ist dauerhaft, sondern was sich klugerweise mit ihr ändert.”
Hoffen wir, dass zumindest ein Erfolg in der Königsklasse van Gaals’ Abgang mit Gladiolen schmücken wird!









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